Fechten mit Mantel und Degen

7 verschiedene Kampfweisen mit einem System lernen?

Natürlich geht das. Es sind auch  keine Extrakurse oder Zusatzseminare nötig!


Egal ob Sie nun historisches Fechten (europäische Kampfkunst bzw. Schwertkampf) oder
Bartitsu (Selbstverteidigung) lernen wollen, treten keine getrennten Extrakosten für Sie auf.
Unser Wissen beziehen wir aus den historischen Grundlagen spätmittelalterlicher Meister.

Von Fiktion zum Wissen

Lange waren sie vergessen, die Fechtmeister des 14. und 15 Jahrhunderts. Man glaubte mit dem europäischen langen Schwert wäre nur schwerfällig gedroschen worden und baute dieses schräge Bild mit entsprechenden Büchern Kinofilmen weiter aus. Niemand überprüfte dieses Vorurteil, denn es bestand ja kein Bedarf daran. Es klang ja auch so plausibel, so blieb zunächst alles beim Alten und die Filme wurden mit der Realität verwechselt. Bis Ende der 1990er Jahre, als man dann doch zu suchen begann und in den verschiedensten Museumsbibliotheken fündig wurde. Man fand weit mehr historisch glaubwürdige Handschriften, sowie frühe Bücher, als gehofft und begann die alten Manuskripte eifrig ins heutige, uns verständlichere Deutsch zu übersetzten. Heute sind die alten Techniken der europäischen Kampfkunst Meister wieder zugänglich. Nach einer langen Rekonstruktionsphase sind die Bewegungsabläufe und Tricks wieder lebendig. 

Wer waren diese Meister des langen Schwertes?

Allen voran steht der Name Johannes Liechtenaur, der Meister auf dessen Techniken und Wissen sich so viele spätere Lehrer berufen und über dessen Person dennoch so wenig bekannt ist. Sein Wissen hat er in verschlüsselt klingenden Reimen oder Merkversen seinen Schülern hinterlassen, die dann allerdings anders als ihr Meister das Wissen in Schriftform erhielten.
Allen nachfolgenden Meistern des langen Schwertes voran ist der durch seine Glossen bekannt gewordene Sigmund Ringeck zu nennen. Ebenso Peter von Danzig, Peter Falkner, Speyer, Judd Lew, beschäftigen sich fast nur mit dem langen Schwert. Während bei einem Peter Falkner und erst recht bei Hans Talhoffer gleich mehrere Waffenarten gezeigt werden. Und nicht zuletzt ist da noch, der für sein Buch übers lange Messer bekannt gewordene Pfarrer, Johannes Lecküchner zu nennen nur um mal ein paar der Namen aufzuzählen.
Der Übergang ins 15. Jahrhundert scheint eine Wende bei den Fechtmeistern ausgelöst zu haben, denn nun begannen viele davon zu schreiben. Zwar in einem dem jeweiligen Dialekt angepassten Mittelhochdeutsch, aber dennoch verständlich, so dass man nicht nur die Unterschiede, sondern auch die Gemeinsamkeiten in deren Lehre erkennen kann. 

Was kann man bei Fecht-Hut lernen?

Diese mittlerweile wieder bekannten, historischen Quellen sind die Grundlage für unser Trainingssystem.
Denn die Kampftechniken der alten Meister waren und sind auch heute noch effizient.
Wir zeigen Ihnen, dass sich nicht nur im Trainings-Gefecht ganz neue Perspektiven eröffnen. 

Denn beim historischen Fechten wird die Wahrnehmung gefordert und geschult wie kaum woanders.
Sei es nun bei den als ritterlich angesehenen Fechtwaffen wie z.B.
dem kurzen Schwert mit Faustschild (Buckler), dem Scheibendolch , dem langen Schwert.
Oder beim "bürgerlichen" langen Messer, dem Rapier (mit oder ohne Dolch),
ja selbst bei der, oft als schwerfällig missverstandenen Mordaxt. Allesamt machen nicht nur wehrhaft, sie verändern auch die Wahrnehmung.

So lernen Sie sich nicht nur sich wesentlich besser zu fokussieren, sondern auch Ihren eigenen Körper effizienter zu bewegen.
Denn das historische Fechten erlaubt den zu lernenden Techniken nur ein kleines Zeitfenster.
Schon in der ältesten Handschrift über das lange Schwert (Hs. 3227a) wird davor gewarnt sich in einer Hut, also Kampfstellung "auszuruhen" oder sich freiwillig ins Nach, also den Nachteil drängen zu lassen.
Immer wieder warnt der mittelalterliche Autor davor, denn "sich schützen kann keiner ohne Gefahr" (sich schutzt kein man ane vare). Seine Schüler werden im Manuskript immer wieder angeheissen ins Vor, also den dominanten Vorschlag zu kommen oder mit dem Indes zu wehren. Das Indes ist, salopp ausgedrückt, eine Art des Konters während sich die Klingen schon berühren.Sie werden also lernen schnell die Lage zu erkennen und zu handeln. Vor allem aber lernen Sie nicht aufzugeben, wenn mal eine Technik nicht klappt. Lehrten doch schon die damaligen Meister, dass man dann schnell eine neue, flexible Lösung herbeiführen kann, um sich aus prekärer Lage zu befreien. Und wenn man die Waffe nicht mehr halten konnte, dann ging es ins Ringen, denn so schnell gab man ja nicht auf. 


Also lernen Sie bei uns Schritt für Schritt die effizienten Bewegungsabläufe und Techniken der alten Meister bis Sie frei agieren können.
Nach einem fundierten Basistraining in verschiedenen Waffen entscheiden Sie selbst welches Ihre Fechtwaffe werden soll.

Für diese Phase nehmen wir uns immer Zeit, denn jede Waffe, jede Übung eröffnet einen neuen Horizont und Sie werden erstaunt sein was Sie erreichen können.
Unter sachkundiger Anleitung finden Sie dann im Aufbautraining zu Ihrem persönlichen Stil mit der Waffe Ihrer Wahl.
Zugegeben, es wird ein anspruchsvolles Training, doch es sind dann auch keine zusätzlichen Kurse nötig.
Viel Kraft brauchen Sie auch nicht, denn es geht ja um Techniken einer Kampfkunst nicht um Powerlifting.

Sie sind eine Frau und wollen das lernen?

Gut.
In der ältesten bis jetzt bekannten Handschrift, dem sogenannten Towerfechtbuch (I.33) zeigen die letzten Seiten eine Frau, die mit dem Priester Schwert und Bucklerkampf übt. Wenn so etwas damals möglich war;
Warum also sollte das heute plötzlich ein Problem darstellen?
Warum sollte Frau heutzutage nicht mehr in der Lage sein sich zu bewegen oder Bewegungsabläufe zu verstehen?
Warum sollte Schwert auf einmal von "schwer" kommen? 
Oder um es mit den Worten eines alten Fechtmeisters zu sagen: "Hüte dich vor einer Frau mit einem Schwert in der Hand." 
Also probieren Sie es einfach aus oder schreiben uns an:
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Bartitsu: wie sich Ladies and Gentlemen verteidigten:

Natürlich zeigen wir Ihnen auch gerne wie diese von E.W. Barton-Wright aus fünf Kampfkünsten zusammengefügte Selbstverteidigung funktioniert. Anders als die alten Fechtmeister war der Erfinder ein Martial Art Enthusiast, der sein Wissen recht gerne teilte, besonders gern mit dem Pears Magazin. So erfuhr in London bald jeder, den das auflagenstarke Magazin erreichte oder der die Vorführungen und freien Kämpfe sah, dass es mit diesem Bartitsu nun etwas Neues gab. Wenn auch gegen recht üppiges Geld.
Barton-Wrights berufliche Laufbahn als Eisenbahningenieur hatte ihn von Indien ( seinem Geburtsland) über Ägypten bis nach Japan geführt. Seine Idee Östliches mit Westlichem zu verbinden macht diese erste gemischte Selbstverteidigung so einzigartig. So nahm sich Barton-Wright von jeder Kampfkunst das Beste und Nützlichste, um daraus eine Selbstverteidigung zu machen, die auf ganz verschiedene Situationen reagieren kann. Mann musste z.B. kein Savate-Meister oder Champion im Scientific Boxing oder im Ringen mehr sein, um sich  wehren zu können. Man hatte ja noch den Spazierstock zur Verteidigung und den östlichen Anteil, das Jiu Jitsu zur Verfügung. 
Dem Denken des historischen Fechtens nicht unähnlich gilt auch hier: Aufgegeben wird nicht.

Auch bei diesem Training entstehen Ihnen keine zusätzlichen Kosten, denn Bartitsu gehört zu unserem festen Angebot.
Das Training ist auf den bekannten Techniken aus den Pears Magazinen um 1900 aufgebaut und bezieht, ganz dem Grundgedanken entsprechend, auch neuere Aspekte sich selbst zu verteidigen mit ein.
Wie im historischen Fechten mit dem Schwert und seinen Verwandten wird auch neben dem körperlichen Aspekt die Wahrnehmung gleich mit trainiert,
was Ihnen hilft in prekären Situationen schneller Entscheidungen zu treffen und zu handeln. Nur eben diesmal eher mit 
dem Regenschirm, Spazierstock oder eben durch schnelle Hebelgriffe statt mit blankem Stahl.
Wie auch beim historischen Fechten können Frauen auch hier sehr viel erreichen. Man denke nur mal an die Suffragetten, die sich um die Jahrhundertwende gegen die schlagstockschwingenden, englischen Bobbies sehr wohl zur Wehr setzen konnten. 
Womit sich auch die Frage, ob Frau das lernen kann, von selbst beantwortet.

Wir sehen unser Training als ein in sich geschlossenes System an, das kein kompliziertes und damit zeitaufwändiges Kurssystem braucht.



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Besondere Angebote von Fecht-Hut:

Wenn sie diese europäische Kampfkunst oder Bartitsu  lernen möchten, aber nicht im wöchentlichen Unterricht, sondern ein anderes Modell nutzen wollen, so ist das auch kein Problem, wir bieten auch:

Intensivkurse,
wenn Sie Ihr persönliches Ziel in einer bestimmten Zeit erreichen und besonders schnelle Fortschritte machen wollen.

Extensivkurse,
wenn Sie mehr in die Tiefe der Techniken gehen wollen.

Special Drill,
wenn Sie nicht so leicht zu ermüden sind und Fechten / Bartitsu mal anders erleben wollen.

Einzelunterricht ,
wenn Sie das direkte Training mit dem Lehrer, ohne Gruppe bevorzugen.

Seminare ,
wenn wir zu Ihnen, Ihrer Firma bzw. Gruppe kommen sollen oder Sie bei uns einen bzw. mehrer Tage erleben wollen.

Gruppenaufbau,
wenn Sie Ihre eigene, schon bestehende  Gruppe neu ausrichten oder eine ganz neue Gruppe aufbauen und mit unserem, für Fecht-Hut entwickelten,  System der Klingen trainieren wollen.

Aktiv Vorträge,
wenn Sie nicht nur gespannt zuhören wollen.

Sagen Sie uns was Sie wünschen und wir finden einen Weg. 
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